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Prof. Dr. Michael Piazolo
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25.02.2010 Pressemitteilung 02-10


Ertüchtigung des Bahnknotens München

Staatliches Poker-Spiel mit gezinkten Karten um Steuer-Milliarden für den Münchner Nahverkehr

Zwei vergleichende Untersuchungen, eine Landtags-Anhörung, 15 Experten und einige Hunderttausend Euro Gutachterkosten Einsatz – das Ergebnis stand jedoch lange vorher bereits fest: Ein Milliarden-teurer Tunnel nebst Expressbahn für den Flughafen wird die Probleme im Münchner Nahverkehr kaum langfristig lösen!

München, 25. Februar 2010 (mk) Die heute vor dem Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie abgehaltene Anhörung zur „Ertüchtigung des Bahnknotens München“ brachte wieder einmal die Erkenntnis, dass es der bayerischen Staatsregierung weniger um sachgerechte und langfristige Lösungen von Problemen geht, als um Prestige, Eitelkeiten und die Erfüllung vorgefasster Meinungen. Anders könne man, so der Münchner Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Michael Piazolo (Freie Wähler), das Verfahren um eine nachhaltige Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs für München und seine Metropolregion kaum werten.

Einstimmig hatte der Ausschuss Ende 2009 diese Anhörung für Anfang 2010 festgesetzt mit dem eigentlichen Ziel, die bisher nur einzeln vorliegenden Vergleichsuntersuchungen zum Ausbau der S-Bahn-Struktur in der Landeshauptstadt München sowie zur Verbesserung der Schienenverkehrsanbindung des Münchner Flughafens zusammen zu betrachten, die teils stark unterschiedlichen Experten-Meinungen einzubringen und daraus ein tragfähiges Gesamtkonzept zu erarbeiten. Doch statt dies abzuwarten wurde sowohl im Entwurf zum Bayerischen Nachtragshaushalt 2010 als auch in Absprachen zwischen dem Bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) und dem Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die generelle Marschrichtung bereits fest gelegt: Ein zweiter Stammstreckentunnel sowie Express-Züge auf der Linie der S-8 zum Flughafen sollen die Voraussetzung zur Lösung aller Probleme sein.

Piazolo: „Das nenne ich Pokern mit gezinkten Karten! Anstatt ergebnisoffen Untersuchungen und Experten-Anhörung abzuwarten, werden in den Hinterzimmern der Macht bereits alle notwendigen Absprachen getroffen, um das vorab gewünschte Ergebnis zu bekommen. Den Bürgern wird parallel nur noch ein Staatsschauspiel vorgeführt, das einen demokratischen Entscheidungsprozess vorgaukelt.“

In dem Mitte Januar 2010 vorgelegten Flughafen-Gutachten wird die ganze Farce dieser vergleichenden Untersuchungen zur Ertüchtigung des Bahnknotens München deutlich. „Als sogenannte ‚Bezugsfälle‘ werden dort“, so Michael Piazolo weiter, „bereits der zweite Stammstreckentunnel als auch der Bau der dritten Start-Landebahn des Münchner Flughafen als wesentliche Grundannahmen des Lösungsvergleichs unterstellt. Wie bei derartiger Vorwegnahme von Ergebnissen noch eine objektive Entscheidungsfindung möglich sein soll, erschließt sich mir überhaupt nicht.“

Die Freien Wähler München bleiben daher unverändert bei ihrer Kritik:

Zur Ertüchtigung des Bahnknotens München fordern die Freien Wähler daher weiterhin:


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